Winteruniversiade 2021 findet nicht statt

Die 30. Winteruniversiade, die am 11. Dezember 2021 in Luzern hätte eröffnet werden sollen, findet nicht statt. Aufgrund der sehr dynamischen Entwicklung der Pandemie und der damit verbundenen Einreisebeschränkungen ist eine Durchführung des grössten Multisport-Anlasses für Studierende nicht möglich.

Andre Widmer

Die Winteruniversiade 2021, die vom 11. bis 21. Dezember 2021 in der Zentralschweiz und Graubünden hätte stattfinden sollen, ist abgesagt. «Wir sind betrübt und bedauern sehr, dass wir die Athletinnen und Athleten aus aller Welt, die sich intensiv auf ihre Wettkämpfe vorbereitet haben, nicht wie geplant bei uns willkommen heissen dürfen», sagt OK-Präsident Guido Graf.
 
Die neu entdeckte Virusvariante Omikron wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO als besorgniserregend eingestuft. Um eine Verbreitung der neuen Virusvariante in der Schweiz zu verhindern bzw. zu verlangsamen, hat der Bund unter anderem Einreisebeschränkungen für verschiedene Länder verfügt und diverse Länder auf die Quarantäneliste gesetzt. Aufgrund dieser behördlichen Auflagen ist die Durchführung der Winteruniversiade 2021 nicht möglich. Zum einen haben die Massnahmen Einfluss auf die an der Winteruniversiade teilnehmenden Delegationen. Gemäss heutigem Stand sind Australien, Belgien, Dänemark, Grossbritannien, die Niederlande, Hongkong, Israel und Tschechien von der 10-tägigen Quarantäne betroffen. Weitere Länder werden mit hoher Wahrscheinlichkeit dazukommen. Zum anderen gelten diese Einreisebestimmungen auch für Fachkräfte in verschiedensten Bereichen des Anlasses wie beispielsweise Zeitmessung oder TV-Produktion.
 
«Wir sind unglaublich traurig, dass wir diesen grossartigen Anlass nicht durchführen können und bedanken uns bei allen, die in den vergangenen Jahren so viel geleistet und investiert haben. Wir sind überzeugt, dass Luzern 2021 trotz der Absage ein langfristiges Vermächtnis für den Schweizer Sport hinterlassen wird. So konnten rund um die Winteruniversiade fast 50 Legacyprojekte in Bereichen wie der Stärkung der dualen Karriere, der Sportinfrastruktur, der Sportentwicklung oder der Innovation im Schweizer Sport lanciert oder umgesetzt werden», sagt Mike Kurt, Präsident Swiss University Sports. Und der Delegationschef des Schweizer Teams Christoph Böcklin ergänzt: «Uns blutet das Herz, dass unsere Schweizer Athlet*innen um die einmalige Chance einer Heimuniversiade gebracht werden. Wir hätten Morgen Dienstag die grösste Delegation mit 126 Athletinnen und Athleten beim Team Day gesehen, alles war vorbereitet und jetzt müssen wir diesen schweren Entscheid akzeptieren.» 

 

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